Endlich KI?
Die Anzahl der Gesetze und Verordnungen steigt kontinuierlich.
Damit einhergehend werden die Anforderungen an Risikomanagement, Dokumentation, Berichtspflichten u.v.m. in den Unternehmen herausfordernder und die anwaltliche Beratung komplexer.
Hier kann und wird KI helfen.
Trotzdem performen Unternehmen und Kanzleien noch nicht so, wie sie könnten.
Wieso?

In den meisten Anwaltskanzleien und Unternehmen werden schon seit einiger Zeit KI-Tools wie Claude Legal, Harvey, Libra etc. den Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt und von diesen mehr oder weniger stringent eingesetzt.
Die Situation gleicht allerdings gelegentlich einem leicht chaotischen Labor, in welchem viel experimentiert wird, es aber keine klare Guidance gibt.
Häufig findet vorab schon keine wirkliche Analyse des Bedarfs statt. Es wird nicht geklärt, welche KI für welche Daten und konkreten Anforderungen im Unternehmen oder der Kanzlei in Betracht kommt. Das Motto scheint zu lauten: die KI, mit der die meisten arbeiten, wird’s schon richten. Auch die rechtlichen Anforderungen und Lösungsmöglichkeiten werden nur grob beleuchtet. Datenschutzüberlegungen bremsen aus, obwohl eine maßgeschneiderte IT-Lösung gefunden werden könnte.
Die Mitarbeitenden erhalten zwar KI-Schulungen, werden dann aber in der Anwendung allein gelassen. Feedback-Runden, in denen Erfahrungen ausgetauscht werden können, finden nicht statt. Aus diesem Grund verbreiten sich auf den Fluren und in den Chats Nachrichten des Scheiterns schneller als jene des Gelingens, was zu einem wachsenden Widerstand führt.
Da wundert es wenig, dass laut dem Gallup Engagement Index 2025 nur 25 Prozent der KI-Nutzer uneingeschränkt zustimmen, dass die vom Unternehmen bereitgestellten KI-Tools für ihre Arbeit hilfreich sind.
Was können Sie tun um das zu ändern?
01 Analyse
Vor der Einführung der KI in Ihrem Unternehmen oder Ihrer Kanzlei sollte die Analyse stehen: Welche KI wird bei Ihnen für welche Aufgabe gebraucht? Welche Daten gibt es, die mithilfe von KI schneller und besser verarbeitet werden können? Welche rechtlichen Vorgaben sind zu beachten, damit z.B. Haftungsrisiken minimiert werden?
02 Strategie
Danach folgt die Strategie: es muss offen kommuniziert werden, in welchem Umfang KI für welche Aufgaben eingesetzt werden soll. Neue Rollen, die durch den Einsatz von KI entstehen, müssen klar definiert sein. Sämtliche Vorgaben sollten Orientierung bieten, aber gleichzeitig Raum für neugieriges Experimentieren lassen – Fehlertoleranz ist dabei unabdingbar.
03 Anwendung
In der Anwendung sollten Führungskräfte dann für alle sichtbar vorangehen. Wer von seinen Mitarbeitenden verlangt, innovativ zu sein, sollte „first mover“ sein. Scheitern und Zweifel dürfen dabei genauso mitkommuniziert werden, wie Freude und Gelingen. In regelmäßigen gemeinsamen Feedbackrunden sollte ein offener Austausch ermöglicht werden, welcher ein gemeinsames Lernen ermöglicht.
Vielleicht ist es ja auch an der Zeit, Hierarchien abzubauen und eine neue Form des agilen Arbeitens zu finden, die Mandanten- und Kundenorientiert und innovativ ist.
Sprechen Sie uns an – wir begleiten Sie bei Ihrem KI-Projekt.