Kein Grund zur Panik?
Ihnen wird schon im 1. Semester mitgeteilt, dass es 50% der Jurastudierenden nicht über die Ziellinie schaffen werden – da kommt Freude auf!
Das Mantra, wonach Jura „das schwerste Studium überhaupt“ sei, wird dann gerne im Laufe der Ausbildung vornehmlich von Jurist:innen wiederholt.
Und ja: die Examina, vor allem die Vorbereitung darauf haben es in sich.
Aber: ob Jura schön oder schrecklich ist, richtet sich nach Ihren Begabungen und Kompetenzen. Ich hätte es in Fächern wie Elektrotechnik oder Physik wenn überhaupt, dann nur mit „Ach und Krach“ zur Abschlussprüfung geschafft – Jura hingegen lag mir.
Was Sie also vor allem brauchen, ist eine ehrliche Selbst-Einschätzung, eine durch das Studium tragende Motivation sowie Resilienz.
Dann gibt es keinen Grund zur Panik!
Wir zeigen, wie es geht.

Sofern Sie später einen der „klassischen“ juristischen Berufe ergreifen möchten, müssen Sie 2 Staatsexamina absolvieren und die entsprechende Vorbereitung darauf durchhalten, was bei anderthalb Jahren, die der durchschnittliche Jurastudierende für seine Vorbereitung auf das erste Examen aufwendet, eine echte Herausforderung ist. Nicht ohne Grund brechen noch im 7. Semester Studierende das Jurastudium ab, was auch daran liegt, dass es keine wirkliche Unterstützung durch die Universitäten gibt.
Aber nicht nur das. Da die Arbeitgeber im juristischen Arbeitsmarkt durchaus notenfixiert sind, sind mehr als nur „ausreichende“ Ergebnisse hilfreich – auch wenn sie nicht das allein entscheidende sind.
Das alles hört sich nicht gerade motivationsfördernd an, gleichwohl gibt es doch keinen Grund zur Panik oder für resigniertes Aufgeben.
Zunächst sollten Sie sich darüber Gedanken machen, was Sie im Leben und damit auch im Studium antreibt. Was ist der Wind in Ihren Segeln, welcher Sie ans Ziel bringt? Natürlich können Sie eine Zeit lang gegen den Wind segeln und Widerstände überwinden. Da dies aber viel Energie verbraucht, ist es als dauerhafte Strategie nicht zu empfehlen.
Im Wesentlichen gibt es 3 Winde, die Sie voranbringen:
Macht, Leistung und Beziehung.
Macht
Macht im wohlverstandenen Sinne bedeutet, dass Sie Ihr Leben aktiv gestalten und vielleicht auch die Gesellschaft voranbringen möchten. Das kann dazu führen, dass Sie (gesellschafts-) politisch aktiv sein wollen oder ein Start-Up gründen möchten. Im Studium sind Sie der- oder diejenige, die eine Arbeitsgemeinschaft organisiert und darauf achtet, dass alle auch aktiv teilnehmen.
Leistung
Leistung bedeutet, dass Sie alles dafür tun, etwas bestmöglich zu beherrschen und in der Tiefe zu verstehen und deswegen bereit bist, Aufgaben so oft zu wiederholen, bis sie „sitzen“. Vielleicht wollen Sie später Forscher:in oder Spezialist:in auf einem besonderen Gebiet werden. Im Studium werden Sie früh Ihren Schwerpunkt finden und können andere an Ihrem Wissen teilhaben lassen.
Beziehung
Beziehung bedeutet, dass Sie bei allem, was Sie tun, die Auswirkungen auf den einzelnen Menschen bedenken. Bei der Anwendung von Gesetzen hilft Ihnen die Vorstellung, welche Konsequenzen es im Alltag für den Menschen hat. Die praktische Bedeutung des Rechts ist Ihnen wichtig. Im Studium können Sie mit der Frage „Wofür ist das gut“ wieder für Erdung sorgen.
Mit dem Nachdenken über Motive ist der zur gelassenen Selbstwirksamkeit führende Prozess der Reflektion aber noch nicht zu Ende. Wesentlich ist darüber hinaus das Erkennen der eigenen Energiequellen, zu wissen, wie Sie Wirklichkeit wahrnehmen und auf Basis dieser Wahrnehmung entscheiden und sich im Außen organisieren.
Das Orakel von Delphi hatte recht: „Erkenne Dich selbst“ ist wesentlich für ein gelungenes, zufriedenes und erfolgreiches Leben.
Um das zu erreichen, können Sie sich gezielt coachen lassen oder am Peer-to-Peer Coaching teilnehmen und in der Gruppe wertvolle Impulse erhalten.
Sprechen Sie uns an – wir begleiten Sie bei Ihrem persönlichen Entwicklungsprozess!